Zurück zum Glossar

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, der im November 2024 von Anthropic eingeführt wurde und eine einheitliche Methode definiert, mit der KI-Anwendungen sich mit externen Werkzeugen, Datenquellen und Diensten verbinden. Es nutzt JSON-RPC-2.0-Nachrichten, sodass jeder konforme KI-Client jeden konformen Server ohne maßgeschneiderten Integrationscode nutzen kann.

Warum es zählt

MCP löst das "M×N-Integrationsproblem": Statt für jede Kombination aus Modell und Werkzeug einen eigenen Konnektor zu bauen, stellen Entwickler ihre Daten einmal über eine Standardschnittstelle bereit, die jeder KI-Client nutzen kann. Für Wissensarbeiter und Beratende bedeutet das, dass die Werkzeuge mit ihren Recherchen, Dokumenten und Notizen KI-Assistenten auf konsistente, portable Weise zur Verfügung gestellt werden können. Bis Ende 2025 wurde es in ChatGPT, Gemini, Cursor, Microsoft Copilot und VS Code übernommen, und die Verwaltung wurde an einen Fonds der Linux Foundation übergeben, womit es zum De-facto-Industriestandard und nicht nur zum Merkmal eines einzelnen Anbieters wurde.

Wie Pith reinpasst

Pith stellt einen MCP-Server bereit, sodass das zitierte Wiki und die Lesezeichen, die aus deiner Lektüre entstehen, direkt von MCP-kompatiblen KI-Clients wie Claude oder ChatGPT abgefragt werden können. So kann ein Assistent aus deiner quellenbasierten Wissensbasis schöpfen, ohne dass du Kontext kopieren und einfügen musst. Pith setzt den Standard um, statt ein proprietäres Protokoll zu erfinden, sodass deine Daten zwischen den Werkzeugen, die du ohnehin nutzt, portabel bleiben.

Siehe auch

Zuletzt geprüft: 7. Juni 2026 · Lizenziert CC BY 4.0 · frei zitierbar unter Namensnennung von Pith.